In vielen deutschen Haushalten ist Leitungswasser das bevorzugte Trinkwasser. Doch kaum jemand denkt an die versteckten Gefahren, die sich in sogenannten Perlatoren verbergen. Diese kleinen, oft übersehenen Aufsätze am Wasserhahn, auch als Mischdüsen bekannt, spielen eine entscheidende Rolle für den Wasserfluss und die Qualität des Trinkwassers. Während der Wasserstrahl bei jedem Wasserhahn eine angenehme Hygiene vorgaukelt, kann sich im Inneren dieser praktischen Geräte eine schädliche Biofilm-Schicht bilden. Diese beherbergt nicht nur Kalk, sondern auch Mikroben, die potenziell gesundheitsschädlich sind.
So gilt es, nicht nur den Wasserhahn zu reinigen, sondern auch den Perlator regelmäßig zu überprüfen und zu reinigen. Dabei stellen sich einige häufige Fragen: Wie oft sollte ein Perlator gereinigt werden? Welche Gefahren lauern in ihm, und welche einfachen Maßnahmen können getroffen werden, um gesundes Trinkwasser zu gewährleisten? Zu den potentiellen Gefahren zählen unter anderem die Ansammlung von Krankheitserregern durch Ablagerungen. Diese Bakterien können das Trinkwasser täglich verseuchen und somit die Gesundheit der Bewohner gefährden. Es ist also unerlässlich, eine regelmäßige Wartung der Perlatoren ernst zu nehmen.
Die Rolle des Perlators in der Wasserhygiene
Ein Perlator sorgt dafür, dass der Wasserstrahl effizient und gleichmäßig ist, indem er Luft mit dem Wasser mischt. Dennoch bietet dieser Prozess einen Nährboden für Verunreinigungen, insbesondere in Gebieten mit hartem Wasser. Bauteile wie der Sieb und der Dichtungsring sind anfällig für Ablagerungen, die sich über Monate, wenn nicht Jahre, ansammeln können. In Kombination mit der feuchten Umgebung entsteht ein ideales Milieu für Bakterien.
Mikroben und die Gesundheit
Nicht nur Kalk ist das Problem: Fäkalbakterien und andere gefährliche Mikroben können durch den unzureichend gereinigten Perlator in das Trinkwasser gelangen. Besonders alarmierend ist die „retrogarde Verkeimung“, bei der Bakterien durch den Wasserdruck den Wasserhahn rückwärts bevölkern und somit das Wasser verunreinigen. Schätzungen zufolge könnten bis zu 60% aller Wasserleitungen in Deutschland von solchen Verunreinigungen betroffen sein.
Regelmäßige Reinigung: So wird’s gemacht
Eine gründliche Reinigung des Perlators ist weniger aufwendig, als man denkt. Experten empfehlen, ihn mindestens einmal im Jahr zu reinigen, insbesondere in Gebieten mit hoher Wasserhärte. Der Prozess umfasst folgende Schritte:
- Den Perlator vorsichtig vom Wasserhahn abschrauben.
- Die einzelnen Teile in einer Mischung aus Wasser und Essig oder Zitronensäure einweichen.
- Nach einer Einwirkzeit von etwa zwei Stunden unter fließendem Wasser spülen.
- Den Perlator wieder zusammenbauen und sicher befestigen.
Alternativ kann ein Luftballon mit der Essigmischung über den Perlator gezogen werden, um die Ablagerungen zu lösen. Diese Methode eignet sich besonders gut für die regelmäßige Wartung, ohne ihn vollständig abzuschrauben.
Praktische Tipps zur Vermeidung von Verkalkungen
Zur Vermeidung von Verunreinigungen ist es ratsam, spezielle Wasserfilter zu verwenden, die Kalk und andere Schadstoffe abfangen. Ein Entkalkungssystem kann ebenfalls sinnvoll sein, um die Gesamtqualität des Trinkwassers zu verbessern. Zudem kann die Verwendung von weniger kalkhaltigem Wasser die Notwendigkeit für häufigere Reinigungen eines Perlators reduzieren.
Insgesamt bleibt festzuhalten, dass der Perlator eine kleine, aber entscheidende Rolle in der Hygiene und Qualität des Trinkwassers spielt. Regelmäßige Pflege und Reinigung sind unerlässlich, um die Gesundheit der Bewohner zu schützen.



